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IP-/Port-Check

Welche Ports Ihrer öffentlichen IP-Adresse sind von außen erreichbar? Prüfen Sie Ihre IT-Sicherheitslage als KMU – ohne Datenspeicherung, ohne Registrierung.

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Scan-Typ

Was bedeuten die Ports?

Eine Übersicht aller geprüften Ports, ihrer Bedeutung und des Risikopotenzials:

Niedrig – Standard-Port, meist erwartet und unproblematisch
Mittel – Konfiguration prüfen, unnötige Exposition vermeiden
Hoch – Erhöhtes Risiko, Handlungsbedarf empfohlen
Kritisch – Sofort schließen oder absichern

Web

80HTTPmittel

Unverschlüsselter Webserver-Port. Häufig legitim geöffnet: Let's Encrypt benötigt Port 80 für automatische Zertifikatsverlängerungen (HTTP-01-Challenge). Wenn jedoch kein HTTPS-Redirect eingerichtet ist, können Besucher unverschlüsselt zugreifen.

443HTTPSniedrig

Verschlüsselter Webserver mit TLS/SSL. Standard für jede professionelle Website – offen und erwartet.

8080HTTP-Altmittel

Alternativer HTTP-Port. Wenn kein Dienst dahinter läuft (Port antwortet aber nichts Aktives), ist das Risiko gering. Problematisch wird es, wenn eine ungesicherte Verwaltungsoberfläche oder ein Proxy darauf erreichbar ist.

8443HTTPS-Altmittel

Alternativer HTTPS-Port, oft für Verwaltungsoberflächen (Router, NAS, Kameras). Unerwartetes Öffnen kann auf eine unbekannte Webanwendung hinweisen.

8888HTTP-Altmittel

Häufiger Alternativ-HTTP-Port. Oft laufen hier Entwickler-Werkzeuge (z. B. Jupyter-Notebooks), Proxys oder Verwaltungsoberflächen – nicht selten ohne Authentifizierung und damit als offener Zugang zu Code oder Systemen missbrauchbar.

Remote

22SSHhoch

Fernzugriff per Secure Shell. Direkt im Internet erreichbar ist Port 22 das Hauptziel für automatisierte Brute-Force-Angriffe – täglich tausende Versuche.

23Telnetkritisch

Veraltetes Fernzugriff-Protokoll ohne jede Verschlüsselung. Passwörter und Befehle werden im Klartext übertragen – jeder Angreifer im Netzwerkpfad kann mitlesen.

3389RDPkritisch

Windows Remote Desktop (Windows-Fernwartung). Erscheint Port 3389 in diesem Scan als offen, ist Ihr Windows-Rechner direkt aus dem Internet fernsteuerbar – das häufigste Einfallstor für Ransomware, weil er täglich millionenfach automatisch gescannt wird. Sicherer Fernzugriff läuft über ein VPN; dann ist RDP von außen gar nicht erreichbar und taucht hier auch nicht auf.

5900VNCkritisch

Bildschirmzugriff (Virtual Network Computing), meist ohne Verschlüsselung. Passwörter oft schwach oder fehlen ganz – Angreifer bekämen direkten Desktop-Zugriff.

Mail

110POP3mittel

E-Mail-Empfang ohne Verschlüsselung. Login-Daten und E-Mails werden im Klartext übertragen – im selben Netzwerk abhörbar.

143IMAPmittel

E-Mail-Postfach-Zugriff ohne Verschlüsselung. Benutzername und Passwort im Klartext – bei öffentlichem WLAN komplett einsehbar.

465SMTPSniedrig

Verschlüsselter E-Mail-Versand mit SSL. Für eigene Mailserver normal und erwünscht.

587SMTP-Subniedrig

E-Mail-Einlieferung mit STARTTLS. Moderner Standard für den Versand aus E-Mail-Clients und Anwendungen.

993IMAPSniedrig

Verschlüsselter IMAP-Postfachzugriff. Standard für moderne E-Mail-Clients.

995POP3Sniedrig

Verschlüsseltes POP3. Sicherer Ersatz für Port 110.

Datei

21FTPkritisch

Dateiübertragung komplett ohne Verschlüsselung. Passwörter und Dateiinhalte im Klartext – ein Angreifer im Netzwerkpfad sieht alles mit.

135MSRPChoch

Windows-RPC-Endpoint-Mapper. Ein von außen erreichbarer Port 135 verrät laufende Windows-Dienste und war historisch Teil der Angriffskette von Würmern wie Blaster. Gehört nie ins Internet.

139NetBIOShoch

Älteres Windows-Netzwerkprotokoll (NetBIOS). Von außen erreichbar verrät Port 139 Systeminformationen und war Ziel klassischer Null-Session-Angriffe. Gehört wie die Windows-Dateifreigabe nie ins Internet.

445SMBkritisch

Windows-Dateifreigabe (Server Message Block). Das Haupteinfallstor für WannaCry-Ransomware und viele weitere Angriffswerkzeuge. Offen im Internet = akutes Infektionsrisiko.

DB

1433MSSQLkritisch

Microsoft SQL Server direkt im Internet. Datenbanken gehören niemals ans Internet – Angreifer könnten alle Kundendaten stehlen oder Ransomware einschleusen.

1521Oraclekritisch

Oracle-Datenbank-Listener. Eine direkt im Internet erreichbare Oracle-Instanz ist ein hochwertiges Angriffsziel – über den Listener lassen sich Datenbanken enumerieren und bei schwacher Konfiguration übernehmen.

3306MySQLkritisch

MySQL/MariaDB direkt im Internet. Häufiges Ziel automatisierter Angriffe – zahlreiche Datenlecks durch direkt exponierte MySQL-Instanzen bekannt.

5432PostgreSQLkritisch

PostgreSQL-Datenbank im Internet. pg_hba.conf-Fehlkonfigurationen haben wiederholt zu Datenlecks geführt.

6379Rediskritisch

Redis Cache/Datenbank ohne Authentifizierung – standardmäßig ohne Passwort! Bekannte Schwachstelle: Angreifer können Daten stehlen oder eigene Cronjobs einschleusen.

9200Elasticsearchkritisch

Elasticsearch-HTTP-API. Ältere Cluster laufen standardmäßig ohne Authentifizierung – zahllose Datenlecks entstanden durch offen im Internet erreichbare Elasticsearch-Instanzen, deren gesamter Index frei auslesbar war.

27017MongoDBkritisch

MongoDB ohne Authentifizierung – Standardkonfiguration erlaubt unauthentifizierten Zugriff. Hunderte Millionen Datensätze wurden so gestohlen.

27018MongoDBkritisch

Zweite MongoDB-Instanz (Shard-/Replica-Port). Gleiche Gefahr wie 27017: bei Standardkonfiguration ohne Authentifizierung ist die komplette Datenbank frei zugänglich.

Sonstiges

53DNShoch

DNS-Resolver im Internet. Offen = kann für DDoS-Amplification-Angriffe missbraucht werden (Angreifer fälschen Absender-IP, DNS antwortet mit großen Paketen ans Opfer).